Lightroom 6.2 – besser nicht updaten!

Update: Adobe reagiert auf den großen Protest. In der nächsten Version kommt der alte Importdialog zurück. Bis dahin ist 6.1.1. die bessere Alternative. 

Lightroom ist pünktlich zur Adobe-Veranstaltung MAX in der neuen Version 6.2 erschienen. Vor diesem Update kann ich allerdings nur warnen.

Angeblich auf Wunsch seiner Kunden hat Adobe den Import-Dialog radikal in eine Kinderversion umgebaut.

Die Liste der Änderungen ist lang:

  • Es gibt keinen automatischen Kartenauswurf nach dem Import mehr. Das muss jetzt über das Betriebssystem manuell erledigt werden.
  • Die Möglichkeit, Dateien zu bewegen, statt sie zu Kopieren oder nur dem Katalog hinzuzufügen, fehlt.
  • Bereits existierende Fotos können nicht noch einmal importiert werden.
  • Es gibt keine Zoomfunktion mehr.
  • Der Dateiname ist nur noch als Overlay beim Herüberfahren mit der Maus zu sehen.
  • Auf der rechten Seite fehlt der Dateibaum mit der Kursivdarstellung des Zielordners, inklusive der Möglichkeit, Fotos eines Datums dort wieder abzuwählen und der Anzeige des verbleibenden Speicherplatzes auf dem Laufwerk.
  • Die Vorschau des Dateinamens – wenn dieser in eine andere Form gebracht wird – fehlt.
  • Die Vorschauen lassen sich nicht mehr nach dem Zielordner filtern.
  • Die Dateigröße auf der linken Seite ist verschwunden.

Ich habe diese Liste auf Englisch auf der Seite von Victoria Brampton gefunden und die Software deshalb zum Glück nicht auf meinem Produktivsystem installiert. Victoria trägt den Namen Lightroomqueen zurecht und warnt ausdrücklich vor dem Update. Ich denke, sie wird von dieser Verschlimmbesserung schon sehr früh gewusst haben. Wenn Adobe nicht einmal mehr auf sie hört – vermutlich hat sie einen direkten Draht zu den Entwicklern – ist das ein schlechtes Zeichen.

Mittlerweile kochen in diesem Thread beim Adobe-Feedback-Forum die Emotionen hoch. So viele verärgerte Stimmen von Amateuren und Profis innerhalb kürzester Zeit hat es nie zu einer Funktion gegeben.

Unterdessen kämpfen viele Anwender weiterhin mit Performance-Problemen. Auch ich finde Lightroom 6 alles andere als fix. Umso mehr fragt man sich, wie das Projektmanagement bei Adobe eigentlich funktioniert. Warum nimmt man sich ohne guten Grund dem gut funktionierenden Bilderimport an, während gravierende Fehler unberücksichtigt bleiben? Dass das Programm wohl an irgendeiner Stelle ein Memory Leak hat, wird ohnehin seit Jahr und Tag ignoriert.

Im Grunde genommen zeigt diese kleine Episode, wie vermurkst das komplette Abo-System („Creative Cloud“) von Adobe ist. Als großer Vorteil wurde bei dessen Einführung angegeben, dass nicht mehr auf einen Schlag neue Funktionen in ein Release gepackt werden müssen. Stattdessen würden kontinuierlich Verbesserungen nachgeschoben. Schon beim Update von Lightroom 5 auf 6/CC war der Funktionszuwachs allerdings eher mau. Jetzt müssen für große Adobe Events (hier die MAX) schnell ein paar neue Features eingebaut werden. Was dabei rauskommt, sieht man jetzt.

Meine Erfahrungen mit dem Sigma 50 mm F1,4 DG HSM Art

sigma 50mm f1,4DG HSM Art

Wohl jeder Fotograf hat unterschiedliche Lieblingsbrennweiten, wenn es um Festbrennweiten geht. Ich mag 50 mm. Sowohl an einer Vollformatkamera als auch an einer APS-C-Kamera sind 50 mm gut für Porträts geeignet. Bei der ersten Spiegelreflexkamera mit der ich fotografiert habe, einer Yashica meines Vaters, war ein 50 mm f/1.4 das Kit-Objektiv. Vielleicht hat es mir die Brennweite auch deshalb so angetan. Doch um bei dieser Brennweite ein Objektiv von guter Qualität zu bekommen, muss man tief in die Tasche greifen.

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